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Autor: Leif Inselmann

De Extinktion Cover 1

Markus Peter Kretschmer: De-Extinktion ‒ Die Rückkehr der Urzeittiere (Rezension)

„De-Extinktion“ bezeichnet die hypothetische Wiedererschaffung ausgestorbener (Tier-)Arten. Wird es in absehbarer Zeit möglich sein, ein Mammut zu klonen – und was hat es mit den „Direwölfen“ von Colossal Biosciences auf sich? In seinem gleichnamigen Buch gibt Markus Peter Kretschmer einen spannenden Überblick über die komplexe Thematik der De-Extinktion, den Stand der Forschung und die damit verbundenen Schwierigkeiten.

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Abb. 0 Hand Pfeilspitze

Kämpfer aus dem Süden? Die Pfeilspitzen aus dem Tollensetal

Im Tollensetal in Mecklenburg-Vorpommern wurden die Überreste eines bronzezeitlichen Gewaltkonflikts um 1250 v. Chr. aufgedeckt. Den größten Teil der Waffenfunde bilden insgesamt 64 Pfeilspitzen aus Bronze und Feuerstein. In einer Studie von L. Inselmann u. a. (2024) wurden diese nun typologisch untersucht und mit anderen Pfeilspitzenfunden aus ganz Mitteleuropa verglichen, was neue Erkenntnisse zur mutmaßlichen Herkunft der Kämpfer liefert.

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Abb. 1 Saerge

Eisenzeitliche Barock-Särge in Flensburg? Eine Lektion in Heimatkunde und KI

Auf dem Museumsberg in Flensburg stehen drei barocke Steinsärge. Angeblich wurden diese in einem 2500 Jahre alten Grabhügel aus der Eisenzeit gefunden – obwohl sie offensichtlich aus dem 18. Jahrhundert stammen. Wie kam es zu dieser seltsamen Geschichte?

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Ein Monster aus dem Moor? Der rätselhafte Tierschädel von Linum und das Schicksal der Sammlung Steinkopf

Im Moor bei Linum im Havelland wurde im frühen 19. Jahrhundert der Schädel eines unbekannten Tieres entdeckt. Noch 1844 befand er sich in der archäologisch-naturkundlichen Sammlung des Oberinspektors Steinkopf in Fehrbellin. Worum handelte es sich bei dem rätselhaften Fund – und was wurde aus der Sammlung? Der Versuch einer Rekonstruktion.

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Abb. 1 Stierstein Abel

Der Stierstein von Königsaue ‒ Ein rätselhafter Fund aus dem Jahr 1737

1737, so berichtet der Pastor und Heimatforscher Caspar Abel, sei in einem neolithischen Steinkistengrab beim Ort Königsaue in Sachsen-Anhalt das Relief eines Stieres entdeckt worden – ein vermeintlich einzigartiges Artefakt. Doch was wurde aus dem rätselhaften Fund? Oder handelt es sich dabei doch um eine Täuschung?

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Abb. 1 Humbaba

Das Gilgamesch-Epos ist NICHT die älteste Erzählung der Menschheit!

Immer wieder heißt es, das Gilgamesch-Epos sei die älteste überlieferte Erzählung der Menschheit – kaum eine Fehlinformation findet sich häufiger in populären Darstellungen des antiken Mesopotamien. Als Altorientalist kann man sich darüber nur aufregen. Über einen populären Mythos und die wirklich ältesten Literaturwerke der Welt.

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Tolkien Ninive 3

„… a good deal about Mesopotamia“: Tolkien und der Alte Orient

Bei der Erschaffung seiner Fantasy-Welt griff J. R. R. Tolkien auf eine Vielzahl kultureller Vorbilder zurück: Tatsächlich finden sich in seinem Legendarium nicht nur nordeuropäische und christliche Versatzstücke, sondern auch Einflüsse aus dem antiken Mesopotamien. Neben mehreren sprachlichen Entlehnungen, so die Entdeckung des Tolkien-Forschers John Garth, geht Tolkiens Kosmogonie offenbar auf die Fehlübersetzung eines babylonischen Schöpfungsmythos zurück.

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Die erfundenen Moorleichen des Alfred Dieck

Die meisten je gefundenen Moorleichen sind nicht erhalten, sondern nur durch historische Erwähnungen bezeugt. Über 1800 solcher Quellen sammelte der deutsche Forscher Alfred Dieck im Laufe von fünfzig Jahren. Doch das Lebenswerk des anerkannten Experten stellte sich als einzige große Fälschung heraus …

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Gebeine von Giganten ‒ Funde von Riesenskeletten zwischen Geschichte und Verschwörungsmythos

Grenzwissenschaftliche Publikationen behaupten, in der Vergangenheit habe es eine Rasse von Riesen gegeben. Tatsächlich existieren zahlreiche historische Quellen, vor allem Zeitungsartikel aus den Vereinigten Staaten des 19. Jahrhunderts, die von Funden riesiger menschlicher Skelette und Knochen berichten. Handelt es sich dabei um den Beweis für die Wahrheit alter Mythen und Sagen, gar für außerirdische Besucher oder die Zuverlässigkeit der Bibel?

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Abb. 1 Urmenschen auf Hoehlenbaerenjagd

Lebten Neandertaler besonders gefährlich?

Lange wurde der Neandertaler als zäher und brutaler Verwandter des modernen Menschen dargestellt, der sich im Nahkampf mit wilden Tieren misst. Tatsächlich schien eine Studie von Berger/Trinkaus (1995) zu belegen, dass Neandertaler-Fossilien ein Verletzungsprofil vergleichbar heutigen Rodeo-Reitern aufwiesen. Doch stimmt es wirklich, dass Neandertaler risikoreicher lebten als unsere eigenen Vorfahren?

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Glaubten die Babylonier an Tod und Wiederauferstehung des Gottes Marduk?

Der Herr ist auferstanden … aber welcher eigentlich? In religionskritischen Publikationen wird behauptet, die christliche Passionsgeschichte entspreche bis ins Detail der Geschichte von Tod und Auferstehung des babylonischen Gottes Marduk. Doch um welche Quelle geht es – und hält diese einer näheren Überprüfung stand?

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Abb. 1 Bizango RPM

Bizango-Figuren – Kult oder Kunst?

Seit einigen Jahren sind in ethnologischen Ausstellungen zum Thema Voodoo wiederholt sogenannte Bizango-Figuren zu sehen. Die unheimlichen Gestalten sollen aus haitianischen Geheimgesellschaften stammen, welche bis in die Zeit der Sklaverei zurückgehen. Doch handelt es sich dabei tatsächlich um eine weit zurückreichende religiöse Tradition, oder vielmehr um moderne Kunst?

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Sivatherium Tuebingen

Ein Sivatherium im alten Sumer?

In einem Artikel von 1936 postulierte der Paläontologe Edwin H. Colbert, die pleistozäne Rindergiraffe Sivatherium habe bis in historische Zeiten überlebt. So zeige eine sumerische Bronzefigur aus der Stadt Kiš ein gehörntes Tier, das äußerlich einem Sivatherium entspreche. Erst die Wiederauffindung der abgebrochenen Geweihenden in den 1970er Jahren brachte Klarheit in die Diskussion um das „sumerische Sivatherium“.

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Auferstanden aus Fragmenten: Ein Besuch bei den geretteten Göttern vom Tell Halaf

Am Tell Halaf im heutigen Syrien entdeckte Max von Oppenheim zahlreiche steinerne Bildwerke aus dem 1. Jt. v. Chr. Zunächst in einem eigenen Museum ausgestellt, wurden die Statuen 1943 bei der Bombardierung Berlins zerstört – erst sechzig Jahre später entschloss man sich zu einem gewagten Restaurierungsprojekt. Nun hatten wir die Möglichkeit, die wiederhergestellten Statuen im Depot Friedrichshagen zu sehen. Ein Beitrag für den Berliner Antike-Blog.

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Abb. 1 Scherbe von Bad Nauheim 1

Das mysteriöse Keltentier und andere Tierdarstellungen der Eisenzeit

Bei Ausgrabungen in der keltischen Saline von Bad Nauheim (Wetteraukreis) wurde eine Keramikscherbe mit der ungewöhnlichen Darstellung eines Tieres gefunden. Doch was für ein Wesen ist hier dargestellt – ein gestreiftes Pferd, ein exotisches Tier oder gar ein Fabelwesen?

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Titelbild

Riesen im antiken Mesopotamien?

Auf alternativarchäologischen Blogs, in Videos und sozialen Medien stößt man immer wieder auf Bilder von Kunstwerken aus dem alten Mesopotamien, die angeblich Riesen neben normalen Menschen zeigen sollen. Doch stellen diese Bilder tatsächlich eine mythische Rasse von Riesen dar, oder handelt es sich nur um künstlerische Darstellungsformen? Und gab es in der Mythologie der Sumerer, Babylonier und Assyrer überhaupt die Vorstellung von Riesen?

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