Eternals und der Alte Orient

2021 erschien mit Eternals (Regie: Chloé Zhao) der mittlerweile 26. Film des Marvel Cinematic Universe. Mehr als alle bisherigen Filme des Franchises thematisiert Eternals auch historische Stoffe. Besonders das antike Mesopotamien dient als Inspiration für Schauplätze und einen der Helden. Welche altorientalischen Elemente werden im Film verarbeitet – und wie korrekt sind sie dargestellt?

Polynesische Sakralbauten – Eine Beschreibung aus dem Jahre 1781

Ob Thor Heyerdahl, Robert Charroux oder Erich von Däniken – bei alternativen Geschichtsdeutern stehen die megalithischen Tempelanlagen Polynesiens immer in dem Verdacht, sie stammten gar nicht von Einheimischen. Dass aber die Insulaner die Tempel gebaut haben und sie von denen genutzt wurden, die sie erbauten, das erzählen die Berichte der ersten europäischen Entdecker der Inselwelt der Südsee.

Monster, Aliens, Sex und Nazis – Rassenlehre mit Erich von Däniken (MMM 4)

In seinem zweiten Buch “Zurück zu den Sternen” widmete sich Erich von Däniken erstmalig dem Thema der mythischen Mischwesen. Wie ein Textvergleich herausstellte, basieren die Passagen über antike Orgien mit Tieren und Fabelwesen maßgeblich auf dem Werk des Rechtsesoterikers Jörg Lanz von Liebenfels und bilden die Grundlage einer pseudowissenschaftlichen Rassenlehre.

Rätselhafte Tiermumien (MMM 2)

Erich von Däniken beschreibt in “Die Augen der Sphinx” mehrere bemerkenswerte ägyptische Tiermumien. Handelt es sich bei diesen etwa um die sterblichen Überreste mythischer Mischwesen? Einmal mehr zeigt sich bei den Belegen ein deutliches Auseinanderklaffen von Behauptungen und Befund, wenn man nur die Quellen seiner Darstellungen überprüft.

Das Serapeum von Sakkara – Grab heiliger Stiere oder Gefängnis für Monster? (MMM 1)

Im Serapeum, einem unterirdischen Gewölbe in der Nekropole von Sakkara in Ägypten, wurden einst die heiligen Apis-Stiere bestattet – oder? Erich von Däniken und andere Anhänger der Prä-Astronautik vertreten eine andere Interpretation der riesigen Granitsarkophage und rätselhaften Mumien. Doch ist diese mit den archäologischen Fakten vereinbar?

Raumschiff oder Gotteserscheinung? Die Visionen des Hesekiel

Es sind schon viele Deutungen vorgeschlagen worden, was der hebräische Prophet Hesekiel in seiner im Alten Testament ausführlich beschriebenen Vision gesehen hat – von der Annahme des NASA-Konstrukteurs Blumrich, es sei ein Raumschiff gewesen, über eine Nebensonne bis hin zu einem epileptischen Anfall. Eine sorgfältige Analyse des Textes zeigt jedoch, dass kein Augenzeugenbericht, keine Reportage, sondern ein von Hesekiel sorgfältig erstelltes literarisches Kunstwerk von großer Aussagekraft vorliegt, das Zitate aus älteren biblischen Texten geschickt mit Aussagen über die politischen Realitäten seiner Zeit verknüpft.

Kolumbus und die Karte des Piri Re’is

Die 1513 entstandene Weltkarte des Piri Re’is zeigt Amerika und die Inseln der Karibik mit erstaunlicher Präzision – und zudem die Küste der Antarktis in eisfreiem Zustand, wie Anhänger der Prä-Astronautik behaupten. Verarbeitet die Karte also Wissen, das der türkische Admiral gar nicht haben konnte – oder entspricht sie doch ganz der damaligen Zeit? Ulrich Magin geht den Quellen der Karte des Piri Re’is und ihrem historischen Kontext auf den Grund.

Der Kristallschädel von Lubaantum

1927 entdeckte der britische Archäologe Mitchell-Hedges in der Mayastadt Lubaantum einen Schädel aus Bergkristall, den die Maya unmöglich hätten anfertigen können, weil ihnen dazu die zum Schleifen des Schädels nötige moderne Technologie fehlte – so die Darstellung durch Prä-Astronautiker wie Johannes Fiebag. Doch handelt es sich bei dem Schädel tatsächlich um eine Maya-Antiquität?

Starb Jesus in Indien?

Eine in weit verbreitete These besagt, dass Jesus in Wirklichkeit Buddhist war, die Kreuzigung überlebte und in Kaschmir starb. Dort, in Srinagar, soll man noch heute das Grab Jesu sehen können. Woher kommt nun die Behauptung, Jesu Grab befinde sich in der Khanyar-Straße in Srinagar? Handelt es sich wirklich um “uralte Traditionen”?

Urgeschichtliche Riesen II – Meganthropus palaeojavanicus, “Riesenmensch des alten Java”

Viele Sagen und Mythen berichten, in grauer Vorzeit seien die Menschen weit größer gewesen als heutzutage oder hätten mit einem Volk von Riesen koexistiert. Doch ist es gar nicht lange her, dass ähnliche Theorien auch in der Paläoanthropologie ernsthaft diskutiert wurden. Die Rede ist von Meganthropus palaeojavanicus. Was hat es auf sich mit dem „Riesenmensch des alten Java“?

Urgeschichtliche Riesen I – Erich von Däniken und die Riesenzähne

Die einstmalige Existenz riesenhafter Humanoiden gehört zum Kanon der Prä-Astronautik. Auch Erich von Däniken thematisiert mehrfach Funde, bei denen es sich um die Reste dieser mythischen Riesen handeln soll. In “Beweise” (1977) heißt es, die Forscher Koenigswald und Weidenreich hätten zwischen 1937 und 1941 in chinesischen Apotheken „Knochen von Riesenmenschen“ gefunden.

Marsmenschen in der Sahara? – Die Felsbilder von Tassili

Das Tassili-Massiv in der Sahara (Algerien) ist reich an prähistorischen Felszeichnungen. Darunter finden sich seltsame Figuren mit runden Köpfen, die den modernen Betrachter an Astronauten in Raumanzügen erinnern. Stimmt es, dass bereits der Entdecker Henri Lhote in diesen rundköpfigen „Marsmenschen“ Abbildungen von Außerirdischen erkannte – und ist eine solche Deutung im Sinne Erich von Dänikens mit den Befunden vereinbar?

Grauenvolle Grabschändungen und die Blamage von Terra X: Die Weißen Mumien von Nazca

2016 sollen nahe Nazca (Peru) mehrere Mumien mit einer weißen Kruste und drei Fingern gefunden worden sein, die an Außerirdische erinnern. Auch Terra X thematisierte sie in einer Sendung. Doch handelt es sich bei den Mumien tatsächlich um “Ungelöste Fälle der Archäologie” – oder vielmehr um kriminelle moderne Fälschungen?